Spezialambulanz für Panikstörung und Agoraphobie



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Behandlungsteam
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Infotelefon: 0351 - 463 369 35
Email: panik@psychologie.tu-dresden.de
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Kontaktadresse

Spezialambulanz für Panikstörung und Agoraphobie
Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie
der TU-Dresden
Hohe Straße 53
01187 Dresden


Störungsbild:

Patienten mit Panikstörung
  • Leiden unter plötzlichen Angst- und Panikanfällen.
  • Die Anfälle treten häufig plötzlich und unerwartet - auch in völlig ungefährlichen Situationen - auf.
  • Die Betroffenen machen sich häufig Sorgen über das Wiederauftreten solcher Anfälle und haben Angst davor.
  • Häufig lösen alltägliche Situationen, wie z. B. Kaufhäuser, Bus- oder Straßenbahnfahrten, weite Reisen oder Alleinsein Angst bzw. Angstanfälle aus.



Hintergrundinformationen:

Die Diagnose Panikstörung mit Agoraphobie fasst zwei sehr häufig gemeinsam auftretende Störungen zusammen. Bei Menschen, die an diesen Störungen leiden kommt es aufgrund der sehr unangenehmen und als massiv bedrohlich erlebten Panikanfälle zu starken Einschränkungen im Leben. Das wiederholte Auftreten von Panikanfällen bezeichnet man als Panikstörung. Die Panikstörung ist häufig verbunden mit der Sorge vor neuen Anfällen (Erwartungsangst) und der Angst vor den Folgen erneuter Anfälle. Infolge der Panikanfälle werden dann sehr häufig verschiedene Situationen (beispielsweise Bus, Zug, Reisen) entweder nicht mehr aufgesucht oder können nur noch mit großem Unwohlsein und Unruhe überstanden werden. Dieses Problem bezeichnet man als Agoraphobie, die durchaus auch alleine (d.h. ohne Panikanfälle) auftreten kann.

Häufig befürchten Betroffene, sie seien verrückt oder kurz vor dem Durchdrehen. Während einer Panikattacke erleben die Patienten sehr große Angst und viele körperliche Symptome, viele befürchten dabei zu sterben oder einen Herzinfarkt zu bekommen. Dennoch ist ein Panikanfall nicht gefährlich. Das, was Betroffene erleben, ist extrem unangenehm und auch tatsächlich vorhanden - für den Körper selbst aber weder schädlich noch gefährlich. Es handelt sich um eine starke Angstreaktion. Im Unterschied zu Reaktionen in Gefahrensituationen, die bei allen Menschen auftreten, wird bei Betroffenen die Angstreaktion jedoch in einer Situation ausgelöst, die eigentlich ungefährlich ist.

Da die Attacken von allen Betroffenen als nahezu unerträglich erlebt werden, ist es verständlich, dass sie am liebsten nie wieder eine solche Attacke erleben möchten. Um weitere Anfälle zu verhindern, schränken sich viele Betroffene sehr stark ein. Dieses Verhalten kann zu Folgeproblemen wie Depressionen, Alkoholabhängigkeit und Suizidabsichten führen. Ganz sicher führt es aber dazu, dass das Leben immer weiter eingeengt wird und die Angst schließlich in vielen Lebensbereichen die Hauptrolle spielt. Dadurch ist die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigt.



Behandlungsangebot:

Panikstörung und Agoraphobie sind Störungen, die sich verhaltenstherapeutisch sehr gut behandeln lassen. Dies konnte in einer Vielzahl von kontrollierten wissenschaftlichen Untersuchungen nachgewiesen werden. Wir helfen Betroffene dabei, gegen Ihre Angst vorzugehen.

Dies tun wir, indem
  1. wir eine ausführliche Diagnostik durchführen - um sicherzustellen, dass keine Problembereiche übersehen werden.
  2. wir eine Problemanalyse durchführen und auf dieser Grundlage einen Behandlungsplan erarbeiten.
  3. wir erläutern, wie es zu der Angst gekommen ist und was dagegen aktuell getan werden kann.
  4. wir Betroffenen dabei helfen, den Angstteufelskreis zu durchbrechen und sich der Angst zu stellen.



Behandlungsablauf:

Behandlungsschritte Hauptaspekt
1.
Diagnostische Sitzung, Dauer ca. 2 Stunden
2.
Gemeinsame Auswertung der Diagnostik und Behandlungsempfehlung
3.
Problemanalyse
4.
Erstellung des Behandlungsplanes mit ausführlicher Information über Angst und Behandlungsvorgehen
5.
Durchführung der Behandlung (in Abhängigkeit vom Behandlungsplan) / Kontinuierliche Termine ca. 2x pro Woche / Intensivbehandlung an 2 Tagen
6.
Selbstkontrollphase mit regelmäßigen Besprechungsterminen


Behandlungsteam:

Team Dipl. Psych. Anke Neumann
Dipl. Psych. Andrea Reinecke
Dipl. Psych. Christian Soltau
Dipl. Psych. Sabine Barell
Dipl. Psych. Christine Fröhlich
Dipl. Psych. Dorte Westphal
Dipl. Psych. Sylvia Helbig
Dipl. Psych. Thomas Lang (Leiter der Spezialambulanz)





Informationen zur Forschung:

Neben unsere vorrangige Aufgabe, der Behandlung von Patienten nach dem derzeitigen Wissenstand der psychologischen Forschung, unterstützen wir Forschungsprojekte zum Thema Panikstörung mit Agoraphobie und führen selbst Forschungsprojekte durch, um bessere Behandlungsmöglichkeiten zu erarbeiten.

Projekte:

  1. Nutzung von Wartezeit zur Vorbereitung auf die Panikbehandlung
  2. Wirksamkeit von zeitlich massierter Exposition bei Panikstörung und Agoraphobie
  3. Veränderungsverläufe bei der Behandlung der Panikstörung und Agoraphobie

Publikationen und Vorträge

Lang, T (2005, März). Einfluß von quantitativen Session-Variablen auf die Wirksamkeit von Angstbehandlungen. Vortrag auf der 56. Jahrestagung des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin (DKPM), Dresden, 16.-19.03.05

Kooperationen

Universitätsklinikum Gustav Carus, Dr. Einsle im Rahmen des Projektes Genetische Faktoren der Agoraphobie

Prof. Dr. J. Swendsen, Université II, Bordeaux