Methoden der Psychologie

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Stand: 02/2009

 

Laufende Projekte:

 

„E-Learning-Modul: Versuchsplanung und –durchführung in der Psychologie“

 

Projektleitung: Prof. Dr. Bärbel Bergmann, Dr. Matthias Rudolf
Bearbeiter:  

Dipl. Psych. Kristina Schäfer, WHK bis 30. 06. 09

cand. psych. Malgorzata Gorniak, bis 30. 06. 09 SHK, ab 01. 07. 09 WHK

cand. psych. Johanna Petzold, SHK bis 30. 09. 09

 

Finanzierung: Multimediafonds der TU
 

Laufzeit:

 

01. 10. 2008 bis 31. 12. 2009

 

 

Beschreibung: 

In der Methodenausbildung im Diplomstudiengang Psychologie und im konzipierten Bachelorstudium Psychologie ist die Vermittlung von Grundwissen der Versuchsplanung sowie die Entwicklung von Fähigkeiten zum selbständigen Umgang mit diesem Wissen ein zentraler Inhalt, dessen Aneignung erfahrungsgemäß ohne ein entsprechendes Übungspensum nicht gelingt. Mit Hilfe des zu entwickelnden Lehrmoduls sollen Studierenden ergänzend zu wissensvermittelnden Vorlesungen und Seminaren durch ein E-Learning-Modul zusätzliche Übungsmöglichkeiten erhalten. Damit soll auch den Studierenden, denen die Versuchsplanung Schwierigkeiten bereitet, ermöglicht werden, ihr Studium in der Regelstudienzeit erfolgreich zu absolvieren. Das Ziel besteht darin, das E-Learning-Modul zunächst zu entwickeln und anschließend schrittweise einer Anwendung zuzuführen.

 

Abgeschlossene Forschungsprojekte

 

 

 

„Training zur Entwicklung der Beschäftigungsfähigkeit jugendlicher Arbeitsloser“

 

Projektleitung:              Dipl. Komm.-Psych. Matthias Schmidt, Prof. Dr. Bärbel Bergmann

 

Bearbeiter:                   Dipl. Komm.-Psych. Matthias Schmidt

 

Finanzierung:               Projekt „Brücken in Arbeit“ (Agentur für Arbeit)

 

Laufzeit:                      01.07.06 bis 31.12.08

 

Beschreibung:

Für arbeitslose Jugendliche werden Trainingsmodule entwickelt und Gelegenheiten zum Lernen im Prozess der Arbeit unter Betreuung von Senior Coaches organisiert, indem wissenschaftlich begründete Wirkmechanismen für die Entwicklung von Motivation, Selbstwirksamkeitserwartung, internaler Kontrollüberzeugung sowie Unterstützung zu selbst organisiertem Lernen in diese implementiert werden. Diese Trainingsprogramme werden in einem quasiexperimentellen Design erprobt und evaluiert, indem jugendliche Trainingsteilnehmer sowie eine nach Alter und Qualifikation parallelisierte Gruppe von Nicht-Trainingsteilnehmern hinsichtlich der Entwicklung mehrere Indikatoren für Handlungskompetenz, Gesundheit und des Erfolgs bei Bewerbungen um Stellen auf dem 1. Arbeitsmarkt verglichen werden.

Nachnutzbare Strategien der Unterstützung Jugendlicher bei der Arbeitsplatzsuche sowie nachnutzbare Evaluationsstrategien für Maßnahmen zur Förderung der Beschäftigungsfähigkeit arbeitsloser Jugendlicher werden erarbeitet.

 

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„Zusammenhänge zwischen arbeitsbezogenen Werthaltungen und beruflicher Kompetenz unter Berücksichtigung lernrelevanter Arbeitsbedingungen“

 

Projektleiter:    Prof. Dr. rer. nat. habil. B. Bergmann

 

Mitarbeitern:    Dipl.-Psych. Anna-Maria Hetze

 

Finanzierung:   BMBF und Europäischer Sozialfonds im Rahmen des ABWF-Graduiertennetzwerkes "Lernkultur Kompetenzentwicklung"

 

Laufzeit:           01.05.2003 - 30.04.2006

 

Beschreibung:

Werthaltungen können als ein wichtiger Bestandteil der personalen Kompetenz angenommen werden, da sich Kompetenz im Tätigsein umsetzt und dieses Tätigsein zielgerichtet ist. Welchen Inhalts die verfolgten Ziele sind, hängt auch von individuell unterschiedlichen Werthaltungen ab. Diese entscheiden mit darüber, ob und wo Menschen ihre Fähigkeiten investieren. Obwohl arbeitsbezogene Werthaltungen schon lange beforscht werden, wurden Zusammenhänge zwischen Werthaltungen und Arbeitsverhalten erst ansatzweise untersucht. Studien zu Zusammenhängen zwischen arbeitsbezogenen Werthaltungen und beruflicher Kompetenz fehlen. Ziel des Dissertationsvorhabens ist es, herauszufinden, ob es Werthaltungen gibt, die in besonderem Maße mit bestimmten beruflichen Kompetenzen in Zusammenhang stehen. Hierzu werden eine Untersuchung an Beschäftigten im sozialen, administrativen und wirtschaftlichen Bereich und eine Zweipunktuntersuchung an Berufseinsteigern durchgeführt.

 

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Evaluation des Projekts „Primärprävention in der Interaktion zwischen Schülern und Lehrern - Entwicklung und Evaluation eines interdisziplinären modularen primär-präventiven Programms für psychische und psychosomatische Beeinträchtigungen im Setting  Berufsschule“ (Leitung: Prof. Dr. Scheuch/ Dr. Looks/ Prof. Dr. Hacker)

 

Projektleiter:                Prof. Dr. rer. nat. habil. Bärbel Bergmann

 

Mitarbeiter:                  Dipl.-Psych. Heidi Clasen

 

Finanzierung:               Drittmittel/BMBF

 

Laufzeit:                       20.11.2006 – 31.12.2007

 

Beschreibung:

Die anhaltend hohe Zahl von Lehrern, die aufgrund von psychischen und psychosomatischen berufsbedingten Erkrankungen vorzeitig in den Ruhestand treten, führt zu erheblichen volkswirtschaftlichen Einbußen. Auch sozial benachteiligte Schüler, wie Jugendliche aus berufsvorbereitenden/ berufsgrundbildenden Klassen weisen überdurchschnittlich häufig gesundheitliche Beeinträchtigungen v. a. psychische und psychosomatische Erkrankungen auf.

Obwohl eine Reihe von Forschungsprojekten zur beruflichen Belastung bei Lehrern existiert, fehlt es in Deutschland bislang an bewährten praxisorientierten primär-präventiven Programmen für beide Zielgruppen. Im Projekt zur Primärprävention soll deshalb ein interdisziplinäres modulares primär-präventives Programm für psychische und psychosomatische Erkrankungen bei Lehrern und zugleich bei Schülern im Setting „Berufsschule“ entwickelt und mittels der kooperierenden Präventionsträger in die Einrichtungen dauerhaft implementiert werden.

Dafür erfolgt eine Evaluation aller im Projektzeitraum implementierten Präventionsmodule. In Abhängigkeit von den zeitlichen und inhaltlichen Erfordernissen der Module werden zielgruppenspezifische Evaluationskonzepte entwickelt und umgesetzt. Dabei werden die Module durch formative Evaluation optimiert. Des Weiteren werden summative Evaluationen mit dem Ziel des Wirkungsnachweises durchgeführt, welche durch Mehr-Ebenen-Konzepte realisiert werden.

 

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„Kompetenzentwicklung durch Lernen im Prozess der Arbeit“

 

Projektleiterin:  Prof. Dr. rer. nat. habil. Bärbel Bergmann

 

Mitarbeiter:                  Dipl.-Psych. Doreen Eisfeldt (01.10.06 – 31.12.06)

Dipl.-Psych. Kati Masuhr (bis 30.09.06)

Dr. rer. nat. Ulrike Pietrzyk

Dr. rer. nat. Andreas Pohlandt

Dipl.-Psych. Claudia Prescher (bis 15.09.06)

Dr. rer. nat. Falk Richter

                                   Angela Lotze - Projektsachbearbeiterin

 

Finanzierung:               BMBF und ESF

 

Laufzeit:                      01.01.05 bis 31.12.06

 

 

Arbeitsfeld „Analyse des Kompetenzentwicklungsbedarfs in kleinen und mittelständischen Unternehmen aus Sicht der Geschäftsführung und der Personalverantwortlichen“ (Pohlandt)

Beschreibung:

Eine Reihe von Studien zeigen, dass besonders erfolgreiche Unternehmen ihre Kompetenzentwicklung thematisch breiter ausgestalten und dass ihre Mitarbeiter über eine größere Vielfalt an unternehmensspezifischer Kompetenz verfügen (z. B. Gebert & Steinkamp, 1990; Bassi und van Buren, 1999). Bis zu 80 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen in Europa setzen formelle und informelle Methoden für die Kompetenzentwicklung ein (Europäische Kommission, 2003). Nichtformelle Methoden basieren hauptsächlich auf arbeitsimmanentem Lernen. Aus- oder Weiterbildungsmaßnahmen allein haben wenig Sinn, wenn nicht anschließend am Arbeitsplatz das erworbene Wissen angewendet wird und die berufliche Handlungskompetenz im Unternehmen entwickelt werden kann. Im Teilprojekt wurde untersucht, unter welchen Bedingungen Kompetenzentwicklung zur Produktivität und Innovationsfähigkeit im Unternehmen beitragen kann, welche Entwicklungsbedarfe bestehen sowie auf welchen Wegen berufliche Handlungskompetenz im Unternehmen entwickelt werden kann. Die Querschnittsanalyse hat einen erkundenden Hypothesen generierenden Charakter. Die Stichprobe besteht aus 107 Unternehmen.

Aus den Ergebnissen kann geschlussfolgert werden, dass innovative Unternehmen ein höheres Engagement bei der Kompetenzentwicklung kennzeichnet; es wird hier ein signifikant höherer Entwicklungsbedarf angegeben. Es kann außerdem von einer wechselseitigen Verbundenheit zwischen der Innovationsfähigkeit und dem Unternehmenserfolg ausgegangen werden. Innovationen haben positive Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Kennziffern der Unternehmen: Wird die Unternehmensentwicklung mit verschiedenen Typen der Innovationstätigkeit dargestellt, zeigt sich, dass vor allem Unternehmen ohne Innovationen in den letzten Jahren geschrumpft sind. Dagegen sind Unternehmen mit verstärkter Innovationstätigkeit, also vier und mehr Innovationen im letzten Kalenderjahr, in den zurückliegenden Jahren gewachsen. Im multivariaten Vergleich hat sich in den letzten 10 Jahren der Umfang der Belegschaft nur von Unternehmen ohne Innovationen im letzten Kalenderjahr signifikant negativ entwickelt. Wird der letzte Jahresumsatz mit verschiedenen Typen der Innovationstätigkeit dargestellt, zeigt sich, dass vor allem Unternehmen ohne Innovationen einen geringen Umsatz aufweisen. Dagegen haben Unternehmen mit verstärkter Innovationstätigkeit, also vier und mehr Innovationen im letzten Kalenderjahr, auch einen höheren Umsatz. Hochinnovative Unternehmen mit 4 und mehr Innovationen im zurückliegenden Kalenderjahr haben im multivariaten Vergleich mit weniger innovativen Unternehmen einen signifikant höheren Umsatz im letzten Jahr. Insgesamt sprechen die Ergebnisse dafür, dass ein höheres Engagement der Unternehmen in die Kompetenzentwicklung mit höherer Innovationsfähigkeit und Unternehmenserfolg verbunden sind.

 

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Arbeitsfeld „Implementierung und Evaluation von unternehmensspezifischem Wissensmanagement bei kleinen Dienstleistungsunternehmen“ (Pohlandt)

Beschreibung:

Die Strategie, Produkte zusammen mit Dienstleistungen zu verkaufen, wird zunehmend auch von kleinen und mittelständischen Unternehmen verfolgt. Dazu muss das Wissen der Mitarbeiter, der Kunden und der Kooperationspartner zusammengeführt werden, um vorhandene aber bisher nicht genutzte Möglichkeiten zu entdecken. Probst, Raub und Romhardt (2003) stellen allerdings fest, dass die Anwendung des Wissensmanagements und ebenso die Forschung zur Optimierung des Wissensmanagements in den zurückliegenden Jahren hauptsächlich auf die Situation von Großunternehmen bezogen waren.

Bei dem im Teilprojekt analysierten Beispiel handelt es sich um eine Intervention in einer kleinen Firma, die im Bereich unternehmensbezogener Dienstleistungen tätig ist. Das Unternehmen hat sich seit über 15 Jahren zum Spezialisten für Druckluft, vor allem für den Betrieb von Druckluftanlagen entwickelt. In dem Unternehmen sind 11 Mitarbeiter beschäftigt. Zur Erweiterung des Angebots und zur Gewinnung neuer Kunden soll mit Hilfe einer neuen Software das Angebot einer an den Kunden angepassten Dienstleistung erfolgen. Dazu muss zunächst die Entwicklung der notwendigen internen Organisation des Einführungsprozesses für das neue Servicekonzept unterstützt und im Weiteren die Kundenarbeit optimiert werden. Dafür fehlten dem Unternehmen die passenden Methoden. Ziel war die Einführung einer Methode, die nicht nur zur Verbesserung von Arbeitsverfahren und Erarbeitung von Wissensbeständen dient, sondern bei den Beteiligten selbst zu Lernprozessen führt und infolgedessen zu höheren Arbeitsleistungen. Mit dem Aufgabenorientierten Informationsaustausch (Neubert & Tomczyk, 1986) als Wissensmanagement-Methode sollen Schwachstellen ermittelt und optimierten Lösungen erarbeitet werden.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Implementierung des Aufgabenorientierten Informationsaustausches als Methode des Wissensmanagements von allen Fach- und Führungskräften akzeptiert wird. Der Informationsfluss zwischen der Geschäftsführung bzw. den Mitarbeitern der Dienstleistungsvorbereitung und den Mitarbeitern der Dienstleistungsausführung wurde verbessert. Der Optimierungsprozess ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Das Vorgehen, alle Mitarbeiter zu Problemlösungen und zur Bearbeitung von unternehmensrelevanten Aufgaben mit einzubeziehen, ist bei den Mitarbeitern auf positive Reaktionen gestoßen. Es kann außerdem festgestellt werden, dass die Einführung von neuen Produkten und Dienstleistungen durch die Methode des Aufgabenorientierten Informationsaustausches unterstützt werden kann. Gezeigt hat sich aber auch, dass der Zeitfaktor für kleine Unternehmen bestimmend ist. Unternehmen leben vom Tagesgeschäft, so dass die Arbeitszeiten der einzelnen Mitarbeiter effektiv genutzt werden müssen. In diesem Beispielfall konnten die beschrieben Barrieren mit der angewendeten Methodik überwunden werden.

 

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Arbeitsfeld „Arbeitsinduziertes Altern“ (Richter)

Beschreibung:

Die aktuellen Veränderungen in der Arbeitswelt wie zunehmender Wettbewerb infolge Globalisierung, abnehmende Halbwertszeit des Wissens, Zunahme von Patchworkbiografien usw. bewirken zunehmende Anforderungen an lebenslanges Lernen. Gleichzeitig nimmt aufgrund der demografischen Entwicklung das Durchschnittsalter der erwerbstätigen und erwerbsfähigen Bevölkerung zu. Älteren wird oftmals eine abnehmende Leistungsfähigkeit und Lernbereitschaft nachgesagt, was sich auch in entsprechenden Maßnahmen von Unternehmen niederschlägt: keine Neueinstellung älterer Arbeitnehmer, keine Berücksichtigung bei Weiterbildungsmaßnahmen usw. Ergebnisse von Meta-Analysen zeigen jedoch, dass der Zusammenhang zwischen Alter und beruflicher Leistung im Durchschnitt bei Null liegt – bei erheblicher Schwankungsbreite zwischen einzelnen Studien. Um dies genauer zu untersuchen und um dabei insbesondere die Rolle der Arbeitssituation als Moderator des Zusammenhangs zwischen Alter und Leistungsfähigkeit zu bestimmen, erfolgen Analysen bei Arbeitenden unterschiedlichen Tätigkeiten.

Dabei findet ein bereichsübergreifender mehrdimensionaler multimethodischer Ansatz Anwendung: Auf Basis teilstandardisierter Interviews, standardisierter Fragebögen und standardisierter Tests werden Merkmale der Arbeitssituation, der Leistungsfähigkeit, der arbeitsbezogenen Situation und das Gesundheitserleben erfasst und nachfolgend für unterschiedliche Bereiche (Tätigkeiten, Branchen) Alterskorrelationen in den Personenmerkmalen bestimmt. Dies erlaubt die Ableitung von Hinweisen zur Gestaltung von Arbeitssituationen, so dass Leistungsfähigkeit, Motivation und Gesundheit über die Spanne des Erwerbslebens aufrechterhalten werden. Bisher erfolgten Untersuchungen bei Außendienstmitarbeitern eines Pharma-Unternehmens sowie Mitarbeitern einer Immobilienverwaltung. Des Weiteren erfolgten Re-Analysen bereits vorhandener Datensätze beispielsweise aus dem Bereich Versicherung.

 

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Arbeitsfeld „Training zur Steigerung der Innovationsfähigkeit durch Wissensmanagement“ (Prescher)

Beschreibung:

Im Rahmen der Bedeutungszunahme von Innovationen für den Erhalt der Marktfähigkeit von Unternehmen gilt innerhalb dieses Teilprojektes die Aufmerksamkeit der individuellen Innovativität. Diese stellt im Innovationsentwicklungsprozess, nämlich in den Phasen der Ideenentwicklung und -realisierung, eine entscheidende Komponente dar.

Vor diesem Hintergrund wurde eine Trainingsmaßnahme erarbeitet und in einer Pilotstudie getestet. Bestandteile dieses Trainings sind theoretische Grundlagen zu Innovation und Wissensmanagement sowie den Werkzeugen des Wissensmanagements „Fragenbasierte Reflexionstechnik“ (basierend auf Untersuchungen von Wetzstein, 2004 sowie Winkelmann, 2005) und „Arbeitsorientierter Informationsaustausch“ (in Anlehnung an Neubert & Tomczyk, 1986) sowie praktische Übungen.

Aufbauend auf in der Literatur beschriebenen Beziehungen zwischen Wissen und Innovation soll durch das Training bei Studierenden das Problembewusstsein für ihre Rolle als Innovatoren entwickelt werden. Sie sollen Techniken und Werkzeuge des Wissensmanagements erlernen, um zum einen die Informationsflut bewältigen zu können und zum anderen ihr eigenes Wissen voll auszuschöpfen. Und schließlich soll das Training die Innovativität der Teilnehmer im Vergleich zu Nicht-Teilnehmern erhöhen.

Im Ergebnis der Untersuchungen ist eine Integration des Trainings in den Ausbildungskontext vorstellbar.

 

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Arbeitsfeld „Kompetenzentwicklung von Mitarbeitern kleiner und mittlerer Unternehmen durch den Aufbau eines Kooperationsverbandes von Unternehmen“ (Pietrzyk)

Beschreibung:

Die wissensbasierte Wirtschaft beruht auf Innovation und Humankapital und erfordert eine größere Anpassungsfähigkeit auf Seiten der Unternehmen wie auch der Arbeitnehmer. Um die neuen Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen, sind viele Betriebe bestrebt, ihre Organisationen zu „atmenden Unternehmen“ zu entwickeln, die eine größere Flexibilität in der Verwaltung des Personals erfordern. Zeitarbeit sowie befristete und geringfügige Beschäftigung bieten besonders für kleine und mittlere Unternehmen eine Kosten einsparende und das Risiko reduzierende Möglichkeit, Schwankungen im Auftragseingang und damit in der Kapazitätsauslastung decken zu können. Aber dieser – zum Beispiel mit der Nutzung von Zeitarbeitnehmern verbundene Vorteil kann unter Umständen beeinträchtigt werden. Vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen ist ein zunehmender Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften auch für befristete Zeiträume zu beobachten. Das Decken dieses Bedarfes setzt das Vorhandensein von entsprechenden Fachkräften voraus. Neue Befunde zur Beschaffenheit von Handlungskompetenz und Expertise weisen aus, dass hohe Niveaustufen von Handlungskompetenz und Expertise durch eine Verzahnung von Qualifikationswissen und sehr differenziertem unternehmensspezifischem Erfahrungswissen gekennzeichnet sind (z. B. Gräsel, 1997; Gruber, 1994; Nonaka & Takeuchi, 1997; Reinmann-Rothmeier & Mandl, 2000). Die Wissensorganisation bei Experten folgt auch unternehmenseigenen Technologien und Arbeitsprozessen. Große Anteile so genannten impliziten Wissens liegen vor, beispielsweise in Form von Hintergrundwissen über Qualitätsprobleme, die Störanfälligkeit von Maschinen und Anlagen, spezielle Erwartungen von Kooperationspartnern und Kunden, unternehmensbezogene historische Erfahrungen mit Auftragsabwicklungen usw. Dieses Wissen ist unerlässlich, wenn Arbeitende selbständig aktuelle Aufträge in effiziente Methoden zu ihrer Bearbeitung transformieren sollen. Arbeitende, die befristet Unternehmen überlassen werden, haben insbesondere hinsichtlich unternehmensspezifischen Erfahrungswissens Defizite. In Folge dessen suchen kleine und mittelständische Unternehmen nach Möglichkeiten der flexiblen Anpassung ihres Personalbedarfs an die Auftragslage. Funktionierende interne Arbeitsmärkte und in Kooperationsnetzwerken organisierte Arbeitsmärkte sind für kleine und mittlere Unternehmen ein Weg. Die Aufgabe dieses Arbeitsfeldes besteht in der Evaluation eines innovativen sächsischen Projekts zur Organisation eines Kooperationsverbandes mehrerer kleiner und mittlerer Unternehmen. Mit dem Aufbau des Kooperationsverbandes (Unternehmens-Pool), bestehend aus räumlich benachbarten Betrieben ähnlicher Branchen mit über das Kalenderjahr unterschiedlich schwankendem Personalbedarf, der durch Personalrotation ausgeglichen wird, soll die Möglichkeit gegeben werden, dass Mitarbeiter unternehmensspezifisches Wissen verschiedner Unternehmen erwerben. Die Mitarbeiter rotieren innerhalb bzw. zwischen den Unternehmen und führen vergleichbare Tätigkeiten aus. Durch die Gestaltung von Einarbeitungs- und Laufbahnmodellen sollen attraktive berufliche Entwicklungsmöglichkeiten geschaffen werden. Einarbeitungsprogramme bestehen in Empfehlungen für nacheinander zu durchlaufende Arbeitsplätze, die nach dem Prinzip steigender Anforderungen ausgewählt sind, der Organisation einer Lerntreppe durch Arbeitsplatzwechsel entsprechen und so angeregtes Lernen im Prozess der Arbeit kombinieren mit bedarfsgerecht organisierten Weiterbildungen. Die Einarbeitungs- und Fortbildungsmaßnahmen sollen die Pool-Mitarbeiter befähigen, in hohem Maße selbstverantwortlich zu arbeiten und auf dem neuesten technischen Entwicklungsstand zu bleiben. Damit soll erreicht werden, dass die Mitarbeiter ihre Handlungskompetenz und Innovationsfähigkeit weiterentwickeln. Die Unternehmen erhalten mit der Umsetzung des Poolmanagements die Möglichkeit, bei erhöhtem Personalbedarf effizient auf qualifiziertes Fachpersonal zurück zu greifen.

 

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Arbeitsfeld „Innovatives Arbeitsverhalten Erwerbstätiger - Bestandsaufnahme und wissensbasierte Ansatzpunkte zur Förderung innovativen Arbeitsverhaltens“ (Eisfeldt)

Beschreibung:

Innovation ist eine wichtige Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg in Unternehmen. Eine wichtige Innovationsquelle ist der Mensch. Aus diesem Grund kommt der Nutzung des individuellen Innovationspotentials eine große Bedeutung zu. Trotz seiner Wichtigkeit ist über innovatives Arbeitsverhalten Erwerbstätiger wenig bekannt. Ein Anliegen des in der Projektzeit anzufertigenden Forschungsberichtes ist die Auswertung von Studien, welche eine exemplarische Bestandsaufnahme zu innovativem Arbeitsverhalten ermöglichen.

Aufgrund des steigenden Innovationsdrucks kommt auch der Frage nach Möglichkeiten der Förderung innovativen Arbeitsverhaltens eine steigende Bedeutung zu. Die notwendige Aktualität domänenspezifischen sowie relevanten domänenübergreifenden Wissens kann hierbei als Ansatzpunkt genommen werden. Aus der Literatur können vom Unternehmen initiierte Gestaltungsmaßnahmen, wie die lernförderliche Gestaltung der Arbeitssituation und Wissensmanagement als Möglichkeiten abgeleitet werden selbst organisiertes Lernen in der Arbeit und darüber hinaus innovatives Arbeitsverhalten zu fördern. Ein weiteres Anliegen, des in der Projektlaufzeit anzufertigenden Forschungsberichtes besteht darin, anhand der Daten von zwei Feldstudien zu prüfen, inwieweit sich Zusammenhänge zwischen lernförderlicher Arbeitsgestaltung bzw. Wissensmanagement, selbst organisiertem Lernen in der Arbeit und erfolgreichem innovativem Arbeitsverhalten nachweisen lassen.

 

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„Vergleichende Evaluation von Anteilen problemorientierter vs. traditioneller Lehre der Zahnmedizinerausbildung in Dresden“ mit dem besonderen Ziel des Findens einer Balance zwischen POL und traditioneller Lehre vor dem Hintergrund eines sich verändernden Patientengutes in der Zahnmedizin im Rahmen des DIPOL-Projektes an der Medizinischen Fakultät der TU Dresden

 

Projektleiter:                            Frau Prof. Dr. rer. nat. habil. B. Bergmann

                                               Herr Prof. Dr. med. Harzer

 

Mitarbeiterin:                           Dipl.-Psych. Antje Schmidt

 

Laufzeit:                                  01.12.03 -30.09.06

 

Finanzierung:                           Medizinische Fakultät der TU Dresden

Beschreibung:

Diese vergleichende Evaluationsstudie zwischen nicht-problemorientierter und problemorientierter Lehre im Bereich der Zahnmedizin an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und der Medizinischen Fakultät der TU Dresden ist als Längsschnitt-Untersuchung konzipiert, wobei sich die Stichprobe jeweils aus Studenten des 6., 8. und 10. Semesters, die nicht-problemorientiert bzw. problemorientiert unterrichtet werden, zusammensetzt. Es gelangen sowohl objektive als auch subjektive Messverfahren zum Einsatz. Zusätzlich soll die Belastung der Studenten durch POL mittels eines Stress-FB gemessen werden. Besonderes Augenmerk liegt auf der Anwendungsspezifik der POL-Kurse. Für das Dresdner reformierte Ausbildungscurriculum erfolgt eine formative Evaluation mit der Begründung von Verbesserungsvorschlägen. Der Vergleich problemorientierter und traditioneller Lehrstrategie wird hinsichtlich der Akzeptanz, verschiedener Lernziele und der Berufsbefähigung vorgenommen und soll zu Empfehlungen für eine angemessene Balance problemorientierter und traditioneller Lehrstrategien führen. Die Erfahrungen bei der Nutzung objektiver Lernerfolgsmaße sowie bei der Umsetzung des quasiexperimentellen Längsschnittdesigns dienen zur Erarbeitung praktikabler Empfehlungen für die Qualifizierung der Evaluation universitärer Lehre.

Eine Messung des naturwissenschaftlichen Grundlagenwissens bei Studierenden in Greifswald und Dresden im 6. Semester 2004 ist erfolgt. Entsprechend den Ergebnissen der Basisklausur sind beide Untersuchungspopulationen vergleichbar. Es wurden keine signifikanten Unterschiede bezüglich des medizinischen Grundlagenwissens im 6. Semester bezüglich des eingesetzten statistischen Verfahrens gefunden.

 

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